Bad Freienwalde - Heilsame Mooranwendungen

Mooranwendungen & Heilwirkung

Moor & Natur in Bad Freienwalde

Geschichte, Heilwirkung und Anwendungsformen unseres Naturmoores

Moorbad und Bad Freienwalder Moor

Wie die Kurfürstenquelle dazu beigetragen hat, dass Bad Freienwalde schon im 17. Jahrhundert ein wichtiges Zentrum für Kur, Heilung und Genesung wurde, so garantiert das Moorbad, oder besser der Badetorf, seit 1840 den Fortbestand als älteste Kurstadt Brandenburgs. Diese lange Geschichte der Bädertradition in Bad Freienwalde zeigt sich nicht nur in der historischen Architektur der Kurvillen, dem von Joseph Lenné kunstvoll gestalteten Kurpark oder Straßennamen wie Gesundbrunnen und Heilige Hallen. Heute empfängt der moderne Bau der Fachklinik und Moorbad Bad Freienwalde jedes Jahr zahlreiche Besucher. Hier kann jeder in den Genuss der Heilwirkung des Moores kommen. Wohlig warm erreicht das Naturmoor so die inneren Organe und regt dort die Selbstheilungskräfte an. Und nicht nur das: Die im Moor enthaltenen Huminsäuren glätten die Haut und wirken entzündungshemmend.

Das Bad Feienwalder Naturmoor wird unweit der Stadt im Niedermoorgebiet Finower Polder abgebaut. Ein wichtiger Aspekt ist die Rückführung des Moors nach der Anwendung. So bleibt der natürliche Zyklus des Moores erhalten und könnte nach einigen Jahren sogar wieder als Mooranwendung verwendet werden.

Heilwirkung und Anwendungsformen

Das Bad Freienwalder Naturmoor übt in dickbreiiger Anwendungsform heilende und lindernde Wirkung auf eine Vielzahl von Krankheiten aus. Dabei spielen mechanische, thermische und chemische Wirkungen des Badetorfes eine große Rolle. Diese Eigenschaften erklären die vielfältigen Möglichkeiten des Moores, den Gesamtorganismus umzustimmen und auf Bewegungsapparats und Körperfunktionen einzuwirken. So werden die Durchblutung gefördert, der Stoffwechsel angeregt, Regenerationsprozesse  beschleunigt und die Hormonausschüttung gefördert.

Mooranwendungen in Bad Freienwalde gibt es in drei verschiedenen Anwendungsformen. Das Moorbad ist die ideale Wärmebehandlung für den ganzen Körper. Die Temperatur liegt bei 41 Grad, durch die besonderen Wärmeeigenschaften des Moores wird das Bad allerdings wie 37 Grad empfunden und harmonisiert so mit der körpereigenen Temperatur. Die zwanzig Minuten im Bad vermitteln ein Gefühl der Schwerelosigkeit und entlasten Gelenke, Muskeln und Bänder.

Mit Moorpackungen erreicht man ganz gezielt einzelne Körperstellen wie Knie und Schultergelenke. Moorpackungen kommen besonders bei einer Unverträglichkeit eines Vollbades zur Anwendung. Und schließlich erreicht die Heilwirkung des Moores die kleinen Gelenke an Händen und Füßen durch Moorkneten und Moortreten.

Geschichte des Moores

Von der Heilwirkung des Moores wussten schon die alten Ägypter vor über 4.000 Jahren. Sie legten sich den Schlamm des Nils auf und die kämpferischen Griechen heilten ihre Wunden in wohltuender Erde. In neuerer Zeit machte Napoleon und seine Truppen die Heilkraft des Moores wieder bekannt. Sie richteten nach der Völkerschlacht in Leipzig das erste Moorbad in Bad Nenndorf ein. Allerdings badeten dort dann deren Widersacher, die Russen, Preußen und Hannoveraner. Heute gehört Bad Freienwalde zu einem der wenigen Moorbäder in der Hauptstadtregion. Mooranwendungen sind seit Mitte des 19. Jahrhunderts ein wichtiger Bestandteil des Behandlungsprogramms und ein Anziehungspunkt für diejenigen, die vor den Toren Berlins Regeneration und Erholung suchen.

Mooranalyse Bad Freienwalder Badetorf

Badetorf ist eine Substanzgruppe der Peloide. Als Hauptvertreter des organischen Peloidtypes besitzt der Badetorf als Heilmittel eine lange Tradition in Deutschland. Unter bestimmten geologischen und klimatischen Bedingungen bilden sich durch Absterben, Vermodern und teilweise Mineralisieren von Pflanzen die Moore. Dabei sinken Pflanzenreste unter die Wasseroberfläche ab. Unter Sauerstoffausschluss verfaulen die abgestorbenen Pflanzenreste nicht, sondern vertorfen (Humifizierung).

Beim Badetorf aus dem Moorbad Bad Freienwalde handelt sich um ein stark zersetztes Torfmaterial mit häufigen Vorkommen von pflanzlichen Resten, hauptsächlich humifizierten Fragmenten von Holz (Größe bis 25 x 30 x 120 mm) und feinen Wurzeln (Länge bis 35 mm). Weiterhin enthalten sind Stengelreste (Größe bis 2 x 13 x 35 mm) und Grasreste (bis 1 x 4 x 42 mm). Anorganische Beimischungen sind nur in Form von feinem Quarzsand mit seltenen Gesteinskörnern (Größe bis 2 x 5 x 5 mm) vorhanden. Fremdartige oder harte Beimischungen sind nicht enthalten.

Ergebnis der Peloid Kontrollanalyse (2014)

"... die vorgenommenen mikrobiologischen Untersuchungen zeigen, dass alle mikrobiologischen Anforderungen an einen Badetorf eingehalten werden. Wesentlich hierbei ist natürlich die Einhaltung der mikrobiologischen Spezifikationen im Verlauf der technologischen Aufbereitung und an den Stellen der Anwendung, was durch regelmäßige Kontrollen zu belegen ist."

Eigenschaften Peloid / Trockenmasse des Badetorfes

  • Wassergehalt der Originalprobe (105 Grad): 79,34%
  • Trockenmasse der Originalprobe (105 Grad): 20,66%
  • Wassergehalt der Originalprobe bei Packungskonsistenz (80% Wassersättigung): 83,51%
  • Wassergehalt der Originalprobe bei Normalkonsistenz (100% Wassersättigung): 86,36%
  • Wasserkapazität der Originalprobe (auf 1 Gramm bezogen): 0,51g
  • Wasserkapazität der Trockenmasse (auf 1 Gramm bezogen): 6,33g
  • ph-Wert der Originalprobe: 5,71
  • ph-Wert bei 100% Wassersättigung): 5,08
  • Zersetzungsgrad nach der van Posttaschen Skala: zwischen H8 und H10
  • Huminsäuren: 39,60%
OBEN

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