Bad Freienwalde - Heilsame Mooranwendungen

Mooranwendungen & Heilwirkung

Moor & Natur in Bad Freienwalde

Geschichte, Heilwirkung und Anwendungsformen unseres Naturmoores

Ältestes Kurstadt in Brandenburg und das Bad Freienwalder Moor

In der Phantasie der Menschen wird das Moor mit nebligen Landschaften und in den Tiefen versunkenen Menschen verbunden. Bei uns in Bad Freienwalde muss sich jedoch heute niemand mehr vor dem Moor fürchten. Stattdessen hat das Moor eine lange Tradition in Bad Freienwalde und sichert den Fortbestand der seit 1840 bestehenden ältesten Kurstadt Brandenburgs.

Logo vom Moorheilbad Berlins - Bad Freienwalde; zeigt KurmittelhausSchon im 17. Jahrhundert wurde Bad Freienwalde, durch die Entdeckung der Kurfürstenquelle, zu einem wichtigen Zentrum für Kur, Heilung und Genesung. Diese Bädertradition in Bad Freienwalde zeigt sich in der historischen Architektur des Kurviertels, dem von Lenné kunstvoll gestalteten Kurpark. Heute können Gäste im modernen Bau der Fachklinik und Moorbad Bad Freienwalde und im Kurmittelhaus in den Genuss der Heilwirkung des Bad Freienwalder Moores kommen.

Das Bad Feienwalder Naturmoor wird unweit der Stadt im Niedermoorgebiet Finower Polder abgebaut. Ein wichtiger Aspekt ist die Rückführung des Moors nach der Anwendung. So bleibt der natürliche Zyklus des Moores erhalten und könnte nach einigen Jahren sogar wieder als Mooranwendung verwendet werden.

Moorbad und andere Anwendungsformen

Das Bad Freienwalder Naturmoor übt eine heilende und lindernde Wirkung auf eine Vielzahl von Krankheiten aus. Dabei spielen mechanische, thermische und chemische Wirkungen des Badetorfes eine große Rolle. So werden die Durchblutung gefördert, der Stoffwechsel angeregt, Regenerationsprozesse  beschleunigt und die Hormonausschüttung gefördert.

Das Moorbad ist die ideale Wärmebehandlung für den ganzen Körper. Die Temperatur liegt bei 41 Grad, durch die besonderen Wärmeeigenschaften des Moores wird das Bad allerdings wie 37 Grad empfunden und harmonisiert so mit der körpereigenen Temperatur. Die zwanzig Minuten im Bad vermitteln ein Gefühl der Schwerelosigkeit und entlasten Gelenke, Muskeln und Bänder.

Mit Moorpackungen erreicht man ganz gezielt einzelne Körperstellen wie Knie und Schultergelenke. Moorpackungen kommen besonders bei einer Unverträglichkeit eines Vollbades zur Anwendung. Und schließlich erreicht die Heilwirkung des Moores die kleinen Gelenke an Händen und Füßen durch Moorkneten und Moortreten.

Mooranalyse Bad Freienwalder Badetorf

Badetorf ist eine Substanzgruppe der Peloide. Als Hauptvertreter des organischen Peloidtypes besitzt der Badetorf als Heilmittel eine lange Tradition in Deutschland. Unter bestimmten geologischen und klimatischen Bedingungen bilden sich durch Absterben, Vermodern und teilweise Mineralisieren von Pflanzen die Moore. Dabei sinken Pflanzenreste unter die Wasseroberfläche ab. Unter Sauerstoffausschluss verfaulen die abgestorbenen Pflanzenreste nicht, sondern vertorfen (Humifizierung).

Beim Badetorf aus dem Moorbad Bad Freienwalde handelt sich um ein stark zersetztes Torfmaterial mit häufigen Vorkommen von pflanzlichen Resten, hauptsächlich humifizierten Fragmenten von Holz (Größe bis 25 x 30 x 120 mm) und feinen Wurzeln (Länge bis 35 mm). Weiterhin enthalten sind Stengelreste (Größe bis 2 x 13 x 35 mm) und Grasreste (bis 1 x 4 x 42 mm). Anorganische Beimischungen sind nur in Form von feinem Quarzsand mit seltenen Gesteinskörnern (Größe bis 2 x 5 x 5 mm) vorhanden. Fremdartige oder harte Beimischungen sind nicht enthalten.

Ergebnis der Peloid Kontrollanalyse (2014)

"... die vorgenommenen mikrobiologischen Untersuchungen zeigen, dass alle mikrobiologischen Anforderungen an einen Badetorf eingehalten werden. Wesentlich hierbei ist natürlich die Einhaltung der mikrobiologischen Spezifikationen im Verlauf der technologischen Aufbereitung und an den Stellen der Anwendung, was durch regelmäßige Kontrollen zu belegen ist."

Eigenschaften Peloid / Trockenmasse des Badetorfes

  • Wassergehalt der Originalprobe (105 Grad): 79,34%
  • Trockenmasse der Originalprobe (105 Grad): 20,66%
  • Wassergehalt der Originalprobe bei Packungskonsistenz (80% Wassersättigung): 83,51%
  • Wassergehalt der Originalprobe bei Normalkonsistenz (100% Wassersättigung): 86,36%
  • Wasserkapazität der Originalprobe (auf 1 Gramm bezogen): 0,51g
  • Wasserkapazität der Trockenmasse (auf 1 Gramm bezogen): 6,33g
  • ph-Wert der Originalprobe: 5,71
  • ph-Wert bei 100% Wassersättigung): 5,08
  • Zersetzungsgrad nach der van Posttaschen Skala: zwischen H8 und H10
  • Huminsäuren: 39,60%
OBEN

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