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Ausstellung in Schloss Freienwalde: Friedrich Ebert – Der erste deutsche Reichspräsident

23. Oktober - 16. Dezember

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Friedrich Ebert (1871-1925) – Der erste deutsche Reichspräsident

Friedrich Ebert wird in Heidelberg 1871 als Sohn eines Schneidermeisters geboren. Nach seiner Ausbildung zum
Sattler geht er auf Wanderschaft und schließt sich 1889 der Sozialdemokratie an.
Ab 1891 ist er in Bremen aktiv: gründet eine Familie, ist in den unterschiedlichsten Berufen tätig und macht in
der SPD und Gewerkschaft Karriere.
1913 wird er neben Hugo Haase zum Parteivorsitzenden der SPD in Berlin gewählt. Er tritt für die Kriegskredite
ein, kann jedoch die Parteispaltung in SPD und USPD 1917 nicht verhindern. Ebert und Philipp Scheidemann
führen die SPD in die Phase der Revolution, die am 4. November durch Matrosen und die Kriegsflotte ausgelöst
wird.
Am 9.November gibt Reichskanzler Max Prinz von Baden die Abdankung des Kaisers bekannt und sein Amt
an Friedrich Ebert, der den Rat der Volksbeauftragten ins Leben ruft. Dieser führt das demokratische Wahlrecht
auch für Frauen ein, den 8-Stunden- Arbeitstag und die Abschaffung der Zensur. Der vom Kongress der Arbeiter-
und Soldatenräte bestätigte Weg in die parlamentarische Demokratie wird durch die Ermordung von Rosa
Luxemburg und Karl Liebknecht, Anführer der neu gegründeten Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD),
durch rechtsradikale Kräfte, nachhaltig überschattet.
Am 19. Januar 1919 wird auf der Nationalversammlung die Weimarer Koalition (SPD, Katholische Zentrumspartei,
linksliberale Deutsche Demokratische Partei) mit überwältigenden Mehrheit gewählt. Sie wählt Friedrich Ebert
zum Reichspräsidenten, setzt eine Reichsregierung unter Philipp Scheidemann ein und nimmt den den heftig
umstrittenen Versailler Friedensvertrag an und verabschiedet die Weimarer Reichsverfassung.
Auch Friedrich Ebert setzt auf die sogen. „Erfüllungspolitik“ mit dem Versuch, den enormen Zahlungsverpflich-
tungen nachzukommen. Walther Rathenau kann Ende 1921 in einem Abkommen mit Frankreich erreichen, dass
Frankreich mehr Sachlieferungen erhält statt finanzieller Leistungen.
Die junge Weimarer Demokratie wird von tiefen Krisen erschüttert. Der konterrevolutionäre Kapp Putsch
scheitert am Generalstreik der Arbeiterschaft, die Besetzung des Ruhrgebiets treibt die Inflation in astronomische
Höhen.
Die Ermordung von Matthias Erzberger 1921 und von Walther Rathenau 1922 erschüttert die junge Republik
nachhaltig. Sie steht am Abgrund.
Die Krise wird durch Friedrich Ebert und die Reichsregierung bewältigt, jedoch nicht dauerhaft. Ebert versucht
die Identifikation mit der Republik durch Einführung des „Deutschlandliedes“ und der Reichsfarben „Schwarz-
Rot-Gold“ zu stärken. Das Land bleibt zerrissen.
Im Mai 1925 steht die erste Volkswahl des Reichspräsidenten an. Friedrich Ebert erliegt plötzlich einer
Blinddarmentzündung. Sein Nachfolger wird der 77jährige Paul von Hindenburg.

Schloss Freienwalde ist mit Walther Rathenau ein Ort der Demokratiegeschichte. Beide , Friedrich Ebert und
Walther Rathenau gehören zu den „100 Köpfen der Demokratie“. Ebert als „Hüter und Mittler der Weimarer
Demokratie“, Rathenau als „Bürgerlicher Einsatz für die Republik“. Beide leisteten auf ihren Gebieten enorm
viel. Sie hatten ein gemeinsames Ziel. Daher sollten sie gemeinsam gesehen und gehört werden.

 

Wanderausstellung der Stiftung Reichspräsident-Friedrich-EbertGedenkstätte, c/o Freundeskreis Schloss Freienwalde e.V.

Ausstellung im Schloss vom 23.10. – 16.12. 2020
geöffnet Do. – So. 11:00 – 16:00 Uhr
Max. 8 Personen gleichzeitig im Saal sind zulässig

Details

Beginn:
23. Oktober
Ende:
16. Dezember
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:

Veranstaltungsort

Schloss Freienwalde
Rathenaustraße 3
Bad Freienwalde, Brandenburg 16259 Deutschland
Telefon:
03344 - 300 367
Webseite:
www.schloss-freienwalde.de
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